Ein gutes Reservierungstool entscheidet darüber, ob dein Restaurant abends voll ist oder ob Tische leer bleiben. In Deutschland gibt es mittlerweile ein Dutzend ernstzunehmender Anbieter — und alle versprechen das Gleiche: mehr Buchungen, weniger Aufwand, glücklichere Gäste. Die Realität sieht oft anders aus: hohe Monatsgebühren, Provisionen pro Gast, intransparente Verträge.
Wir haben die sechs bekanntesten Reservierungstools für den deutschen Markt unter die Lupe genommen: TischAmigos, DISH Reservation, OpenTable, resmio, Quandoo und TheFork. Dieser Vergleich zeigt dir ehrlich, welches Tool für welche Art von Restaurant am besten passt — und wo die Fallstricke liegen.
Worauf es bei einem Reservierungstool wirklich ankommt
Bevor wir in die Anbieter einsteigen, kurz die Kriterien, die für 95 Prozent aller Restaurants entscheidend sind:
- Kosten: Monatliche Fixkosten oder Provision pro Gast? Provision kann bei vielen Buchungen schnell teurer werden als ein Fixpreis.
- Eigenes Widget: Buchen die Gäste über deine eigene Website oder über das Portal des Anbieters? Bei Portalen verlierst du die Gästedaten und konkurrierst mit anderen Restaurants.
- Gästeverwaltung: Werden Stammgäste erkannt? Gibt es Notizen, Allergien, Sitzplatz-Präferenzen?
- Automatische E-Mails: Bestätigung, Erinnerung und Feedback-Anfrage sollten automatisch laufen.
- DSGVO & Server-Standort: Für deutsche Restaurants ein Muss — Server in der EU, klare Auftragsverarbeitung.
- Einrichtungsaufwand: Wie schnell ist das Tool live? Brauchst du IT-Hilfe?
TischAmigos — Der kostenlose Allrounder
Preis: Starter dauerhaft kostenlos, Pro ab 19 €/Monat · Provision: 0 € · Server: Deutschland · Sprachen: 5 (inkl. Türkisch, Russisch, Arabisch)
TischAmigos wurde gezielt für kleine und mittlere Restaurants in Deutschland entwickelt. Der Starter-Plan ist dauerhaft kostenlos und umfasst Buchungswidget, Kalender, Gästeverwaltung und automatische Bestätigungs-E-Mails. Der Pro-Plan für 19 € pro Monat ergänzt unbegrenzte Reservierungen, automatische Erinnerungen, Newsletter-Kampagnen, Tischverwaltung mit Kombinierbarkeit und ein Feedback-Modul mit smarter Google-Bewertungs-Weiterleitung.
Stärken: Keine Provision, mehrsprachig, sehr schnelle Einrichtung (3 Minuten), Server in Deutschland, ehrliche Preisstruktur.
Schwächen: Kein eigenes Gäste-Portal mit Suchfunktion wie OpenTable — dein Restaurant muss über die eigene Website oder Google gefunden werden.
Empfohlen für: Restaurants, die ein eigenes Branding behalten und nicht in Portalen verschwinden wollen. Ideal für 1–4 Standorte mit bis zu ca. 200 Reservierungen pro Tag.
DISH Reservation — Die Telekom-Lösung
Preis: ab 49,90 €/Monat · Provision: 0 € · Server: EU · Sprachen: 4
DISH ist die Restaurant-Plattform der Deutschen Telekom. Das Reservierungs-Modul ist solide, hat aber einige Eigenheiten: Die Einrichtung dauert deutlich länger als bei Mitbewerbern, das Widget wirkt etwas altbacken, und der Funktionsumfang ist im Vergleich zu spezialisierten Anbietern begrenzt. Pluspunkt: Verlässlicher Support und die Anbindung an andere DISH-Module (z. B. Website-Baukasten).
Empfohlen für: Restaurants, die bereits andere DISH-Produkte nutzen und alles aus einer Hand wollen.
OpenTable — Das US-Schwergewicht
Preis: ab 39 €/Monat + 2 € Provision pro Gast · Server: USA/EU · Sprachen: mehrere
OpenTable ist die international bekannteste Reservierungsplattform. Die Stärke liegt im Portal: Gäste suchen aktiv nach Restaurants in ihrer Nähe. Die Schwäche: Du zahlst nicht nur 39 € Monatsgebühr, sondern zusätzlich rund 2 € Provision pro reserviertem Gast. Bei 500 Gästen pro Monat sind das schnell über 1.000 € an Kosten — und die Gäste gehören eigentlich OpenTable, nicht dir.
Stärken: Eigenes Portal mit hoher Reichweite in Großstädten, professionelles Widget.
Schwächen: Hohe und schwer kalkulierbare Kosten, US-Konzern, Gästedaten gehören OpenTable.
Empfohlen für: Restaurants in Berlin, München, Hamburg, die gezielt auf Tourist:innen abzielen — und für die die Provision durch Mehrumsatz gerechtfertigt ist.
resmio — Solide, aber teuer
Preis: ab 79 €/Monat · Provision: 0 € · Server: Deutschland · Sprachen: 3
resmio ist ein etablierter deutscher Anbieter mit gutem Funktionsumfang: Widget, Tischverwaltung, Gästedatenbank, Reporting. Der Preis ist allerdings sportlich — für ein kleines Restaurant mit 30 Plätzen sind 79 € pro Monat schwer zu rechtfertigen, wenn es kostenlose Alternativen gibt.
Empfohlen für: Mittelgroße bis große Restaurants, die ein bewährtes System suchen und das Budget haben.
Quandoo — Das Portal-Modell
Preis: 0 € Grundgebühr + ~ 1,49 € Provision pro Gast · Server: EU
Quandoo arbeitet rein provisionsbasiert. Das klingt fair, kann aber teuer werden: Bei 30 Reservierungen pro Tag mit durchschnittlich 3 Gästen sind das rund 4.000 € Provision pro Monat. Außerdem werden die Gäste über das Quandoo-Portal an dich vermittelt — du konkurrierst direkt mit anderen Restaurants im Portal.
Empfohlen für: Restaurants, die punktuell zusätzliche Buchungen über Portal-Traffic generieren wollen — am besten als Ergänzung, nicht als Hauptkanal.
TheFork — Bookatable-Nachfolger
Preis: ab 35 €/Monat + 2 € Provision pro Gast · Server: EU
TheFork (gehört zu TripAdvisor) kombiniert Portal und Reservierungssystem. Ähnliches Modell wie OpenTable: Du zahlst doppelt — Grundgebühr und Provision. Die Reichweite ist in Frankreich, Spanien und Italien sehr hoch, in Deutschland eher mittelmäßig.
Empfohlen für: Restaurants mit hohem Anteil ausländischer Gäste.
Direkte Gegenüberstellung
| Anbieter | Grundgebühr | Provision/Gast | Eigenes Widget | Server DE/EU | Setup-Zeit |
|---|---|---|---|---|---|
| TischAmigos | 0 € / 19 € | 0 € | Ja | DE | 3 Min. |
| DISH | 49,90 € | 0 € | Ja | EU | ~ 1 h |
| OpenTable | 39 € | ~ 2 € | Ja | USA/EU | ~ 2 h |
| resmio | 79 € | 0 € | Ja | DE | ~ 1 h |
| Quandoo | 0 € | ~ 1,49 € | Bedingt | EU | ~ 2 h |
| TheFork | 35 € | ~ 2 € | Ja | EU | ~ 2 h |
Welches Reservierungstool passt zu dir?
Kleines Restaurant (bis 40 Plätze)? Starte mit TischAmigos Starter (kostenlos). Wechsle zum Pro-Plan, sobald du regelmäßig mehr als 50 Reservierungen pro Monat hast.
Mittelgroßes Restaurant in einer Großstadt mit Tourist:innen? Kombination aus TischAmigos (Hauptsystem über die eigene Website) + optional OpenTable oder Quandoo für zusätzlichen Portal-Traffic.
Mehrere Standorte oder Premium-Restaurant? TischAmigos Pro reicht in 95 Prozent der Fälle. Wer Enterprise-Features braucht, sollte sich resmio anschauen.
Häufige Fragen
Was ist günstiger: Fixpreis oder Provision? Bei mehr als 30 Reservierungen pro Tag ist ein Fixpreis-Modell fast immer günstiger. Rechne mit Stift und Papier nach — die Provisionsmodelle wirken erst harmlos.
Kann ich das Tool später wechseln? Ja, aber du nimmst Gästedaten meist nicht mit. Achte schon bei der Wahl auf ein Tool, das einen Daten-Export anbietet.
Brauche ich technisches Know-how? Nein. Alle hier vorgestellten Tools sind so gebaut, dass auch Nicht-Techniker:innen sie in einer Stunde einrichten können. TischAmigos schafft es in drei Minuten.
Fazit
Für die meisten deutschen Restaurants ist TischAmigos die wirtschaftlich vernünftigste Wahl: kostenloser Einstieg, transparente 19-€-Stufe, keine Provision, deutsche Server. Wer große Portal-Reichweite braucht, ergänzt OpenTable oder Quandoo selektiv. Was du auf keinen Fall machen solltest: monatlich 79 € oder mehr ausgeben, ohne vorher die kostenlose Alternative getestet zu haben. Jetzt kostenlos mit TischAmigos starten und in drei Minuten live gehen.